
汉斯·皮希纳 Hans Pischner
汉斯·皮希纳
H·Pischner / H·皮希纳RegionGermany
TypeSolo
ProfessionHARPSICHORD
Artist Profile
Hans Pischner (* 20. Februar 1914 in Breslau; † 15. Oktober 2016 in Berlin) war ein deutscher Cembalist,Musikwissenschaftler, Opernintendant, Kulturpolitiker in der DDR und Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der SED. Hans Pischner war der Sohn eines Breslauer Klavierstimmers. Er studierte Klavier bei Bronisław von Poźniak und Cembalo bei Gertrud Wertheim, sowieMusikwissenschaft an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Breslau. Von 1933 bis 1939 war er als Musiklehrer und Konzertsolist tätig. Nach dem Kriegsdienst und sowjetischer Gefangenschaft trat er 1946 in die SED ein und unterrichtete ab 1946 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, deren stellvertretender Direktor er 1947 wurde. 1948 ernannte man ihn zum Professor. Von 1950 bis 1954 war Pischner Leiter der Hauptabteilung Musik im Staatlichen Komitee für Rundfunk der DDR und gestaltete den staatlichen Rundfunk mit. Im neugegründeten Ministerium für Kultur wurde er zunächst von 1954 bis 1956 Leiter der Hauptabteilung Musik und amtierte dann von 1956 bis 1963 als stellvertretender Minister für Kultur unter Johannes R. Becher, Alexander Abusch bzw. Hans Bentzien. In seinen Zuständigkeitsbereich fielen 1956 die Hauptabteilungen Musik und VEB Deutsche Schallplatten, Künstlerische Lehranstalten, Kulturelle Massenarbeit und Deutsche Konzert- und Gastspieldirektion, sowie die Abteilung Haushalt und Revision. Er war damit maßgeblich auf staatlicher Seite für die Musikpolitik der DDR verantwortlich. Von 1963 bis 1984 war Hans Pischner Intendant der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Von 1970 bis 1978 war er Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR, seine von Kurt Hager 1974 geplante Wahl zum Präsidenten der Akademie scheiterte. Außerdem war er von 1975 bis 1990 Vorsitzender der gesamtdeutschen Neuen Bachgesellschaft, mit Sitz in Leipzig, deren Internationalisierung er vorantrieb. Als Präsident des Kulturbundes der DDR von 1977 bis 1989 war er dafür zuständig, die Kulturschaffenden nach der Biermann-Ausbürgerung im Sinne der SED-Führung zu lenken und zu steuern. Andererseits setzte er sich für Musiker ein, die in der DDR schlecht gelitten waren, wie zeitweise der Dirigent Hartmut Haenchen.Seinen Rücktritt vom Amt des Kulturbundpräsidenten reichte er am 28. November 1989 ein. In der gleichen Sitzung trat das gesamte Präsidium des Kulturbundes zurück. Mitglied des Zentralkomitees der SED war er von 1981 bis 1989. Hans Pischner hat es immer verstanden, neben seinen beruflichen Aufgaben auch Zeit für das Cembalo zu finden, öffentlich zu konzertieren und zahlreiche Schallplattenaufnahmen einzuspielen. Von 1995 bis 2008 war er Ehrenpräsident der Internationalen Gesellschaft zur Förderung junger Bühnenkünstler „BühnenReif“ (ISSA) und Gründungsmitglied des Kuratoriums der brandenburgischen Elblandfestspiele Wittenberge. 2007 wurde er zum ersten Ehrenmitglied der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) mit Sitz in Berlin/Wien berufen. Im Dezember 2011 wurde er zum Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes Berlin-Brandenburg ernannt. <a href="<a href=" https:="" de.wikipedia.org="" wiki="" hans_pischner'="">https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Pischner'>https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Pischner






